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Beitragvon Cynthia C. Doll » 2. Mai 2011, 09:20

Die Themen „Trauma“ und „PTBS“ berühren tiefste menschliche Bereiche, in deren „Natur“ es liegt, das Gesamtsystem beschützen zu wollen und mögliche weitere Verletzungen zu vermeiden. Zugleich sind meiner Ansicht nach viel mehr Menschen von diesen Erfahrungen betroffen, als öffentlich an-erkannt wird. Gleichzeitg befinden wir uns aktuell in einer geschichtlichen Phase, in der das öffentliche Interesse zugenommen hat und die Bereitschaft, die Thematik grundsätzlich anzuerkennen, ebenso.

„Trauma“ und seine Folgen wie z.B. „PTBS“ sind also kein sogenanntes „Modethema“ sondern ein seriöses Thema, das die Beachtung erhält, die angemessen ist. Dies haben wir vielen engagierten und kompetenten WissenschaftlerInnen und TherapeutInnen verschiedener Richtungen der vergangenen Jahrzehnte und nicht zuletzt den vielen mutigen Betroffenen zu verdanken, welche sich den Strapazen stellten, die Öffentlichkeit mit Ihren Verwundungen, ihren Bemühungen um Heilung sowie ihren berechtigten Forderungen um Anerkennung zu konfrontieren. Für all diese Leistungen gebührt höchster Respekt.

Die Thematik ist vielfach immer noch – z.T nachvollziehbarerweise – geprägt von Hilflosigkeit, Unwissenheit, Abwehr bis hin zu „Abqualifizierung“. Diese Verhaltensweisen ziehen sich – bekanntermaßen - durch die Menschheitsgeschichte, ohne dass ich zum wievielten Male die bekannten Zitate heranziehen möchte. Auch ein solches Verhalten ist vielfach motiviert durch ein Bedürfnis nach „Sicherheit vor belastenden Emotionen“, dergestalt, dass andere „Nicht-Betroffene“ nicht behelligt werden wollen von den Emotionen der Betroffenen – zumal sie zumeist nicht wissen, was sie tun könnten oder gar sollten. Dass die Thematik mehr in den Vordergrund gerückt ist, hat sicherlich auch mit „der Qualität der Zeit“ zu tun, verbunden mit der berechtigten Hoffnung, dass inzwischen tatsächlich entscheidendes für Heilung und Selbst-Heilung getan werden kann.

Wir stehen an einem Punkt, an dem Methoden erwachsen sind, die diese Hoffnung nähren. Zu diesen Techniken gehört EFT (Emotional Freedom Techniques), das weltweit bekannteste Klopfakupressur-Verfahren. Seit Jahren und zunehmend sind Ressourcen verfügbar von hochqulifizierten EFT-Praktizierenden. Immer mehr Menschen nutzen das Selbsthilfe-Potential der Techniken, was EFT im schönsten Sinne zu einer "Graswurzel-Technik" macht: sie ist absolut gewaltfrei, sie ist frei zugänglich für jedermann und jedefrau (vorwiegend noch im englischsprachigen Raum), sie ist ein Werkzeug in der Hand jeder/s Interessierten zur Erlangung von mehr innerem Frieden und sie trägt dazu bei, positive Potentiale zu befreien, die wir in unserer heutigen Zeit so dringend benötigen.

Ich bin der Überzeugung, dass „Wissen über Trauma“ nicht nur für TherapeutInnen von Wichtigkeit ist – sondern genauso auch Menschen aus allen Berufsbereichen zugänglich sein kann und sollte. Zudem glaube ich, dass etliche Menschen, die auf ihrer Suche mit EFT in Berührung gekommen sind, ein „Päckchen“ auf ihrem Rücken spazieren tragen, das das ein oder andere Trauma – oder die eine oder andere Überzeugung, die sich auf eine überfordernde Lebenserfahrung zurückführen läßt - enthält. Ein vergleichbares "Päckchen", das manche, die sich schon länger mit EFT befassen, bereits erfolgreich für sich "erleichtern" konnten. Es liegt also nahe, sich mit dem dazu gehörigen Wissen auszustatten und somit den eigenen „Persönlichen Friedensprozess“ noch effektiver gestalten zu können.

Dieses Wissen kann auch dabei helfen, einschätzen zu können, welche Prozesse noch in Selbsthilfe angegangen werden können und welche Vorkommnisse die Begleitung durch eine/n qualifizierte EFT-Praktizierende/n sinnvoll machen. Traumatische Erfahrungen erfordern in jedem Fall die Unterstützung durch eine/n Therapeutin/en der eigenen Wahl. Maßstab ist hierbei, dass sich die Klientin/der Klient zu jeder Zeit sicher und aufgehoben fühlen kann. Dazu gehört auch, dass der/die entsprechende Therapeut/in sicher das Fach beherrscht sowie eine gute Selbstfürsorge betreibt. Andere Gesichtspunkte können ebenfalls eine Rolle spielen, dies sei weiteren Beiträgen vorbehalten.

Damit komme ich zum vorläufig letzten Punkt dieser Einleitung. Die Sorgfaltspflicht gebietet es, Menschen vor einer zu „plötzlichen“ und „intensiven“ Konfrontation mit möglichen eigenen - noch nicht „erlösten“ - belastenden emotionalen Anteilen zu bewahren. Aus diesen Gründen werden ausgewählte Beiträge zu gegebener Zeit in einem abgeschirmten Bereich veröffentlicht werden, der nur MitgliederInnen des Forums zugänglich ist.
Dieser Bereich kann (angehenden) EFT-TherapeutInnen zusätzlich dazu dienen, Anregungen miteinander auszutauschen und gegenseitig voneinander zu profitieren. Dabei wünsche ich Freude, Inspiration und Erfolg!
Zuletzt geändert von Cynthia C. Doll am 4. Mai 2011, 19:15, insgesamt 1-mal geändert.
Cynthia C. Doll, Diplompädagogin, Moderatorin Bereich "Fragen zu Trauma und PTBS"
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Re: Liebe Interessierte an diesem Forums-Bereich,

Beitragvon Admin » 2. Mai 2011, 11:18

Liebe Cynthia,

Dankeschön für deinen wertvollen ersten Beitrag. Ich wünsche dir viele Interessenten, einen regen Austausch, interessante Fragen und Antworten mit wunderbaren Kollegen.

Viel Freude :D

Gudrun
Ich segne die Gegenwart
Ich vertraue mir
Ich erwarte das Beste
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